Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Angst nehmen – Mut machen

Mädchen und Jungen werden unterschiedlich erzogen und entwickeln Vorstellungen von "typisch männlich" und "typisch weiblich".

Gewalt ist ein Thema, das viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen fasziniert und beunruhigt. Einerseits sind Fantasien von Stärke und Souveränität damit verbunden, anderseits mobilisiert der Gedanke an Gewalt viele Ängste und Befürchtungen. Erfahrungen mit Bedrohungen, Erpressungen oder Gewalt gehören mittlerweile zum Alltag vieler Mädchen und Jungen. Manche haben selbst Gewalt erlebt, andere haben davon gehört oder ahnen, das Freundinnen oder Freunde betroffen sind. Einige haben Angst, Opfer zu werden, andere haben schon mal zugeschlagen, manche sind Opfer und Täter zugleich.

In jedem Fall ist es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine wichtige Frage, wie sie sich in bedrohlichen Situationen zur Wehr setzen oder auf welche Weise sie sich in Konflikten behaupten können. Es ist nicht immer möglich, schwierigen Situationen aus dem Wege zu gehen. Mangelnde Selbstsicherheit oder fehlende Erfahrung können verunsichern und die Suche nach angemessenen Wegen der Selbstbehauptung erschweren.

Die Aussicht, in kritischen Momenten selbstsicher auftreten und bestehen zu können, ohne dabei gewalttätig zu werden, stellt auch für potenzielle Täter einen Weg aus der Gewalt dar.

Stark gegen Gewalt